DIN 4150 Teil 3

Die Aufgabe

Schutz von Bauwerken vor schädigenden Erschütterungen und Schwingungen

Erschütterungen entstehen unter anderem aus Bahn- oder Straßenverkehr, Industrieprozessen, Sprengungen oder aus Bautätigkeit. Die entstehenden Schwingungen werden über Bodenwellen und Körperschall auf Bauwerke übertragen. Dabei können sie am Bauwerk Schäden erzeugen. Ziel eines jeden Bauherrn muss es sein, Schäden an der Nachbarbebauung zu vermeiden.

 

 

Erschütterungen: Anbauverdichter

Die Lösung

Erschütterungsmessung oder Erschütterungsmonitoring

Erschütterungsmessung: Schadstelle inkl. Seismograph DIN 4150

Die DIN 4150 "Erschütterungen im Bauwesen - Teil 3: Einwirkungen auf bauliche Anlagen" Stand: Juni 2020 gibt Anhaltswerte für drei unterschiedliche Gebäudekategorien vor. Bei Einhaltung dieser Anhaltswerte ist davon auszugehen, dass keine Schäden auftreten, die die Standsicherheit bzw. Gebrauchstauglichkeit gefährden.

 

Ort:

  • Die Messungen sind im zu bewertenden Gebäude vorzunehmen. Die Standorte der Sensoren und die Ankopplung ans Bauwerk sind normiert.

Messeinrichtung:

  • Die Messeinrichtung besteht aus mehreren Schwinggeschindigkeitssensoren, AD-Wandler und Aufzeichnungseinheit

Dauer:

  • Die Messdauer ist abhängig von den tatsächlich auftretenden Einwirkungen. Ist davon auszugehen, dass die Einwirkungen systembedingt gleichartig in Größe und Frequenz sind, kann schon anhand einer Probemessung eine Bewertung durchgeführt werden. In allen anderen Fällen ist zu einer permantenten Dauerüberwachung mit Alarmierung raten.

Empfehlungen:

  • Zur Abgrenzung von vorhandenen Schäden an Bestandsbauten sollte ein Beweissicherungsverfahren vor Baubeginn durchgeführt werden.
  • Die Auswahl der zu messenden Gebäude sollte dem Sachverständigen überlassen werden.
  • Ein besonderes Augenmerk sollte aufgrund der deutlich niedrigeren Anhaltswerte auf denkmalgeschützte und gleichzeitig erhaltenswerten Bauwerken gerichtet werden.
  • Der Aufwand und damit die Kosten einer Überwachung kann z.B. durch baubegleitende, abschnittsweise und damit flexible Messung deutlich reduziert werden.

Vorteile:

  • Nachweis der tatsächlich einwirkenden Erschütterungen
  • Schutz der Anwohner und damit weniger Beschwerden
  • weniger Gebäudeschäden
  • Alarmierung bei Überschreitung der Anhaltswerte
  • Ausfallsicherheit bei erschütterungsempfindlichen technischen Anlagen

Normen und Richtlinien:

  • DIN 4150-1:2001-06 Erschütterungen im Bauwesen - Teil 1: Vorermittlung von Schwingungsgrößen
  • DIN 4150-3:2016-12 Erschütterungen im Bauwesen - Teil 3: Einwirkungen auf bauliche Anlagen
  • DIN 45669-1:2020-06 Messung von Schwingungsimmissionen - Teil 1: Schwingungsmesser - Anforderungen und Prüfungen
  • DIN 45669-2:2005-06 Messung von Schwingungsimmissionen - Teil 2: Messverfahren

Weiterführende Links:

Das Ergebnis

Weniger Schäden und Beschwerden

Im Gegensatz zur ausschließlichen Durchführung eines Beweissicherungsverfahrens, behalten Sie auch während der Baumaßnahme die volle Kontrolle. Die zeitnahe Alarmierung, schon vor Überschreitung der zulässigen Anhaltswerte ermöglicht es direkt zu reagieren und Lösungen zur Reduktion der Erschütterung zu suchen. Durch eine normgerechte Messung der Schwinggeschwindigkeiten und Beurteilung nach Norm werden Überschreitungen sicher dokumentiert bzw. die Einhaltung sicher festgehalten.

 

Schwingungsmessung Online Zeitverlauf

Checklist

Um Ihnen ein fundiertes Angebot erstellen zu können benötigen wir:

  • eine genaue Beschreibung der Fragestellung und Zielsetzung
  • Übersichtspläne
  • Unterlagen zu den betroffenen Bauwerken
  • die Einsatzzeiten (z.B. Bauzeitenplan) und die Dauer der Einwirkungen
  • viele Fragen können in einem Gespräch geklärt werden

Unsere Leistungen

  • Beratung
  • Planung
  • Installation und Inbetriebnahme der Messanlagen
  • Betrieb der Messanlagen
  • Alarmierung
  • Onlinebewertung der aufezeichneten Erschütterungen
  • Dokumentation (Bericht, Protokoll)

beraten - prüfen - auswerten